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Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung |

Bayerische Staatsregierung - Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

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Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung

Erstmals in der Geschichte unseres Freistaats hat die Staatsregierung mit Martin Neumeyer einen Integrationsbeauftragten berufen. Damit reagiert sie auf eine sich verändernde Zusammensetzung der Gesellschaft. Diese hat infolge der demographischen Entwicklung in den letzten Jahren auch in Bayern eine in Quantität und Qualität bislang ungeahnte Dynamik erreicht. Migration und die sich daraus ergebende Notwendigkeit der Integration von Menschen anderer Herkunft sind so zu den prägenden Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft geworden. Es sind "Megathemen", die uns die kommenden Jahrzehnte begleiten werden. Integration ist eine klassische "Querschnittsaufgabe" der Politik. Nahezu alle Politikbereiche sind von sich durch Migration und Integration ergebende Herausforderungen betroffen. Es ist deshalb notwendig geworden, alle politischen Entscheidungen darauf hin zu prüfen, welche Auswirkungen sie auf die Gestaltung des Zusammenlebens und die Integration von Zuwanderern haben. Aus diesem Grund ist das Amt des Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung unabhängig und ressortübergreifend angelegt. Organisatorisch mit einer Geschäftsstelle dem Arbeits- und Sozialministerium zugeordnet, berät der Integrationsbeauftragte sämtliche Ressorts der Staatsregierung und trägt so auch zu einer besseren Vernetzung der Integrationspolitik in Bayern bei.

Hierzu entwickelt der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung im Interesse der Betroffenen wie auch der gesamten Gesellschaft Konzepte und Ideen, wie die Integrationspolitik des Freistaats noch erfolgreicher und zielorientierter gestaltet werden kann. Die Staatsministerien beteiligen den Integrationsbeauftragten bei allen die Bereiche Migration und Integration berührenden Gesetzesvorhaben sowie anderen wichtigen Vorhaben. Das gilt in erster Linie für die vorrangig mit Integrationsfragen befassten Ressorts: Das Staatsministerium des Innern, das Staatsministerium für Unterricht und Kultus und das in Integrationsfragen federführende Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Indem er die Anregungen und Eingaben von Betroffenen, von Verbänden, Vereinen, Migrantenorganisationen, den kommunalen Integrationsbeauftragten, aber auch an der Thematik interessierter Bürger bearbeitet und dort, wo sie seiner Einschätzung nach dazu geeignet sind, in den politischen Prozess einbringt, erfüllt der Integrationsbeauftragte zudem eine politische Ombudsfunktion. Er ist direkter Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Bayern in allen Migration und Integration berührenden Anliegen und Fragestellungen. Über seine Ombudsfunktion hinaus bindet der Integrationsbeauftragte Organisationen, die die Integration von Migranten fördern, Ausländerbeiräte, auf nationaler, kultureller oder religiöser Grundlage basierende Vereine von Menschen mit Migrationshintergrund, für den Erfolg integrationspolitischer Anliegen relevante Verbände und die Vertreter von Wissenschaft und Forschung in seine Arbeit mit ein. Dazu tritt die Kontaktpflege mit diplomatischen Vertretern der Entsendeländer und Vertretern von Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Als besonders wichtig erachtet der Integrationsbeauftragte aber auch die verbandsunabhängige Integrationsarbeit und den direkten Kontakt mit den Betroffenen und anderen am Thema interessierten Menschen. Sie werden bei ihm immer ein offenes Ohr finden. Schließlich "integrieren wir Menschen – Individuen, die frei sind, über ihre eigene Identität zu befinden ohne vereinnahmt zu werden –, nicht Nationen oder Religionen". Der Integrationsbeauftragte fühlt sich auch der Förderung des gegenseitigen Kennenlernens von Einheimischen und Migrantinnen und Migranten, der Vermittlung von Wissen übereinander und der besseren Information der Bevölkerung über die Themen Migration und Integration verpflichtet. Martin Neumeyer lädt alle integrationspolitisch interessierten Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Organisationen in Bayern ein, mit ihm zusammenzuarbeiten – für einen ehrlichen, um Lösungen bemühten Umgang mit Problemen und für ein gutes Miteinander aller Menschen in Bayern.


30.01.2017
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