Integrationspreis 2024

Integration - Frauen im Fokus

Bayerischer Integrationspreis 2024

Integration - Frauen im Fokus

Der Bayerische Integrationspreis 2024 – gemeinsam verliehen vom Bayerischen Landtag, dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration sowie dem Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung – steht unter dem Motto „Integration – Frauen im Fokus“. Ausgezeichnet werden Projekte und Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Integration von Frauen verdient gemacht haben und integrative Strahlkraft ausüben. Jetzt bewerben!

Frauen haben im Integrationsprozess eine wichtige Schlüsselfunktion. Besonders Mütter sind Vorbilder und Wegbereiterinnen für ihre Kinder. Zugewanderte Frauen, die ausreichend Deutsch sprechen und mit unseren Werten vertraut sind, können sich im Alltag gesellschaftlich einbringen und selbst für ihre Belange und die Interessen ihrer Familie eintreten, so z. B. in der Arztpraxis, bei Behörden oder beim Elternabend. Besonders wichtig für die Integration ist auch die Teilnahme am Berufsleben, denn Ausbildung und Erwerbstätigkeit sichern eigenes Einkommen, sorgen für Begegnung und Austausch und steigern die eigene Handlungsfähigkeit. Frauenspezifische Integration berührt noch viele weitere Themen, z. B. das ehrenamtliche Engagement von Migrantinnen, das zum kulturellen Verständnis beiträgt, aber auch das Spannungsverhältnis zwischen einem traditionellen Rollenverständnis in vielen Herkunftsländern und der gleichberechtigten Gesellschaftsform hierzulande.

An der Ausschreibung können sich Personen, Vereine, Institutionen oder Initiativen beteiligen, die in innovativer Weise die Integration von Frauen in Bayern fördern und sich für die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen mit Migrationsgeschichte einsetzen. Bietet Ihr Verein Angebote speziell für Migrantinnen und erleichtert ihnen hierdurch das Ankommen in unsere Gesellschaft? Unterstützt
Ihre Institution Frauen beim Erlernen der deutschen Sprache? Begleiten Sie Mädchen und junge Frauen mit Migrationsgeschichte bei der schulischen und beruflichen Entwicklung? Ermutigen Sie zugewanderte Frauen, sich ihrerseits ehrenamtlich zu engagieren?
Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung für den Bayerischen Integrationspreis 2024!

Wer kann teilnehmen?
An der Ausschreibung zum Bayerischen Integrationspreis 2024 können sich Vereine und Institutionen aber auch Einzelpersonen beteiligen, die sich für die Integration von Frauen mit Migrationsgeschichte in Bayern stark machen. Die Initiative bzw. das Projekt sollen dabei nachhaltig angelegt sein und bereits erfolgreiche Schritte der Umsetzung vorweisen.

Wie kann man sich bewerben?
Durch rechtzeitiges Ausfüllen des unten stehenden Bewerbungsformulars. Bewerbungsschluss ist der 19.02.2024! Wir bitten um Verständnis, dass später eingehende Bewerbungen nicht mehr berücksichtigt werden können. Bei Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle des Integrationsbeauftragten zur Verfügung unter Tel. 089/2192-4308 oder E-Mail an integrationspreis@stmi.bayern.de .

Wie hoch ist das Preisgeld?
Der Bayerische Integrationspreis 2024 ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Dabei kann das Preisgeld auch in Teilsummen auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden. Das Preisgeld ist zweckgebunden für Projekte und Initiativen im Bereich der Integration von Frauen mit Migrationsgeschichte einzusetzen.

Was passiert nach der Bewerbung?
Nach Eingang Ihrer Bewerbung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Die Jury wählt bis Ende März 2024 die Preisträger aus, anschließend werden die Gewinner informiert. Alle Bewerber erhalten eine Einladung zur Preisverleihung. Bei Teilnahme am Wettbewerb willigen Sie zudem ein, dass Ihr Projekt und die daran beteiligten Personen öffentlich erwähnt und gewürdigt werden. Im Vorfeld zur Preisverleihung wird über die Preisträger ein Kurzfilm gedreht.

Wer sitzt in der Jury?
Die Entscheidung über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury des Bayerischen Integrationsrates.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich am 13. Mai 2024 im Senatssaal des Bayerischen Landtags statt.

Zum Flyer Auslobung Bayerischer Integrationspreis 2024


Bewerbungsformular

    1. Projekt

    Name des Projekts und Kurzbeschreibung:* (max. 1 Satz)

    Webseite des Projekts:

    Wirkungsort:*

    Regierungsbezirk (Sitz des Vereins):*

    2. Kontaktdaten des Projektverantwortlichen

    Anrede:*

    Titel:

    Nachname:*

    Vorname:*

    Projektträger:

    Straße, Hausnr.:*

    PLZ:*

    Ort:*

    Telefon:*

    E-Mail:*

    Mobil:*

    3. Frühere Bewerbungen

    Wurde das Projekt bereits zu einem früheren Zeitpunkt für den Bayerischen Integrationspreis vorgeschlagen?

     Ja Nein, meines Wissens nicht Falls ja, in welchem Jahr wurde das Projekt vorgeschlagen?

    4. Laufzeit und beteiligte Person

    Seit wann gibt es das Projekt?*

    Wie viele Personen engagieren sich ehrenamtlich dafür?*

    5. Projektbeschreibung


    Allgemeine rechtliche Hinweise:

    Mit der Absendung des Bewerbungsformulars erkennen Sie die in der Ausschreibung festgelegten Bewerbungsbedingungen an. Sie versichern zudem, dass Sie der alleinige und ausschließlich verwertungsberechtigte Urheber der zur Prämierung eingereichten Leistung sind; andernfalls ist die schriftliche Zustimmung des verwertungsberechtigten Urhebers oder Miturhebers beizufügen. Ferner willigen Sie mit der Bewerbung ein, dass die Leistung und die insoweit tätigen Personen im Falle der Prämierung in geeigneter und angemessener Weise öffentlich erwähnt und gewürdigt werden. Bei Teilnahme von Minderjährigen ist das Einverständnis der Erziehungsberechtigten durch Unterschrift auf dem Teilnahmeformular zu dokumentieren. Bei Teilnahme von Personengruppen ist die Angabe einer vertretungsberechtigten Person auf dem Anmeldeformular erforderlich. Eingereichte Unterlagen können nicht zurückgesandt werden. Es kann nur eine Bewerbung pro Initiative berücksichtigt werden. Entscheidungen über die Nichtprämierung werden nicht begründet, ein Rechtsanspruch auf Prämierung besteht nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Datenschutzrechtliche Hinweise (Art. 15 des Bayer. Datenschutzgesetzes – BayDSG): Ihre Angaben werden nur im Rahmen des Bayerischen Integrationspreises und damit in Zusammenhang stehenden Zwecken verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

    Bitte beachten Sie unsere Datenschutzinformationen gemäß Art. 13, 14 DSGVO im Zusammenhang mit Vorbereitung und Durchführung der Verleihung des Bayerischen Integrationspreises (PDF) und unsere allgemeine Datenschutzerklärung.

    Mit der Übersendung Ihrer Angaben erklären Sie Ihr Einverständnis mit dieser Verarbeitung.

    Diese Einwilligung kann jederzeit durch Mitteilung an die Integrationsbeauftragte der Bay. Staatsregierung widerrufen werden.

    Ort:*

    Datum:*

    Name:*

    Wer ein Hobby hat, macht aus Freizeit “Freuzeit”! Tanzen, Malen, Töpfern, Kochen, Joggen, Schwimmen, Fußballspielen oder Yoga … wo sich Menschen freiwillig und regelmäßig treffen, sei es zum eigenen Vergnügen oder zur Entspannung, knüpfen sie neue soziale Kontakte. Das Zusammenspiel in einer Band oder das Bolzen auf dem Sportplatz kann dabei helfen, ein Gefühl von Gemeinschaft zu entwickeln und dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Kulturelle Unterschiede oder Vorurteile können beim gemeinsamen Ausüben eines Hobbys überwunden werden und das Erlernen der deutschen Sprache geschieht bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung quasi nebenbei.

    97 Projekte, die sich um die Freizeitgestaltung von Menschen mit Migrationsgeschichte kümmern, hatten sich für den diesjährigen Bayerischen Integrationspreis beworben. 

    Wie immer war auch in diesem Jahr für die Jury die Wahl der Preisträger nicht leicht. Es gibt so viele wunderbare Initiativen, die alle eine Auszeichnung verdienen würden. Letztendlich wurden in diesem Jahr ausgezeichnet:

    1. Preis (4.000 Euro): Mia san fit!, Kempten
    Projektträger: Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. -SmF Kempten e.V. / Projektverantwortliche: Ayla Inan

    2. Preis (3.000 Euro): Chor der Vielfalt – Multilingualer Chor, Nürnberg
    Projektträger: Inter-Kultur-Büro der Stadt Nürnberg / Projektverantwortlicher: Manfred Beck

    3. Preis (2.000 Euro): Integration mit Augenmaß (IMA), Landkreis Dachau

    Projektträger: Miteinander leben – Ehrenamt verbindet (Sozialministerium, lagfa, Landkreis) / Projektverantwortliche: Michaela Wintermayr-Greck

    Der Festakt fand  am 22. Mai 2023 statt. Gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidenten Ilse Aigner überreichte ich im Senatssaal des Bayerischen Landtags im Rahmen einer großen Feier den diesjährigen Gewinnern ihre Preise. 

    Durch die Veranstaltung führte die Moderatorin Özlem Sarikaya (Bayerischer Rundfunk), die musikalische Gestaltung dieser rundum gelungenen Veranstaltung übernahm das Kammermusiktrio des Polizeiorchesters Bayern. 

    Ich danke allen, die sich beworben haben, und allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben für Ihren großartigen Einsatz!

    Moderatorin Özlem Sarikaya | Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Poss
    Kammermusiktrio des Polizeiorchesters Bayern | Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Rolf Poss

    Die Preisträger des Integrationspreises 2023

    Projektträger: Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. / Projektverantwortliche: Ayla Inan

    Seit 2021 ermöglicht das Projekt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Flucht-/Migrationsgeschichte, sich in unterschiedlichen Sportarten in einem geschützten Raum auszuprobieren und zu begegnen. 

    Ziel ist es, eine interkulturelle Öffnung im örtlichen Vereinsleben, im Sport selbst und in der Gesellschaft zu bewirken. So treffen sich zum Beispiel Frauen unterschiedlicher Herkunft aller Altersstufen 1–2-mal pro Woche in einer angemieteten Turnhalle, wo sie gemeinsam Zumba und Yoga praktizieren. Auch andere Sportarten wie Volleyball oder Fußball werden ausprobiert.

    Der Kurs wird ausschließlich von Frauen – möglichst mit eigener Migrationsbiographie – geleitet. Auf die sportlichen Bedarfe der Frauen wird mit großer Sensibilität eingegangen. 

    Ein Herzstück des Angebots ist die (interkulturelle) Klettergruppe für Kinder und Jugendliche, die in Kooperation mit der DAV Sektion Kempten Allgäu zweimal im Monat stattfindet.

    2. Preis (3.000 Euro): Chor der Vielfalt
    (Nürnberg)

    Projektträger: Inter-Kultur-Büro der Stadt Nürnberg / Projektverantwortlicher: Manfred Beck

    Durch bekannte Lieder in verschiedenen Sprachen mit eigenen Texten zeigt der Chor der Vielfalt musikalisch die Vielfalt Nürnbergs.

    Sängerinnen und Sänger verschiedener Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts und Alters und ihre Sprachenvielfalt machen den Chor zu einem neuartigen und spannenden Projekt.

    Getragen wird der Chor hauptsächlich von Menschen, die sich in Migrantinnen- und Migrantenvereinen engagieren, dazu gehören unter anderem der Äthiopische Kulturverein, der Iranische Kulturverein und der Verein Romanima.

    Die Mitglieder treffen sich wöchentlich im Kulturladen Villa Leon zu Proben. Zahlreiche Auftritte konnte der seit dem Jahr 2018 bestehende Chor schon absolvieren, zum Beispiel beim Global Art Festival Nürnberg oder beim Winterfest St. Leonhard/Schweinau.

    Projektträger: Miteinander leben – Ehrenamt verbindet (Sozialministerium, lagfa, Landkreis) / Projektverantwortliche: Michaela Wintermayr-Greck

    Das Projekt zeichnet sich durch sein vielfältiges Angebot aus. Es ist offen für alle Personengruppen mit Migrationshintergrund. Im Vordergrund steht immer das gemeinsame Tun.

    Zum umfangreichen Angebot gehören unter anderem Projekte für Schüler und Senioren, für Menschen mit Behinderungen, Schulungsprojekte, Konzeptentwicklungen, Gesundheits-, Sport- und Musikprojekte oder auch gemeinsames Basteln. 

    Konkrete Beispiele für das Wirken der Initiative sind ein Fußball-Integrations-Cup (Wanderpokal) mit Mannschaften aus verschiedenen Ländern, das Nähen Afrikanisch-Bayerischer Dirndl mit Präsentation einer gemeinsamen Modenschau, Songwritingprojekte und eine gemeinsame Band sowie landkreisweite gemeinschaftliche Jahresprojekte wie die 100 Mosaike zum Thema Ehrenamt.

    Seit 2007 werden jährlich ca. 20 Projekte angeboten und diese zum Teil auch über längere Zeit weitergeführt.